Ich schneide.
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
Acht Schnitte, klaffend.
Einen Moment lang, diesen kurzen kleinen Moment bevor die aufeinander geschnittene Haut sich mit Blut füllt, kann ich in mich hinein sehen und fühle mich ruhig.
Dann werden ist weißen Linien langsam dunkelrot, das Blut perlt meinen Arm herunter, hinterlässt Flecken auf dem weißen Bettlaken, tropft auf mein Tshirt.
Es tut nicht weh, es ist nur kalt...so kalt.
Und ich bin müde, so unfassbar müde, aber ich darf nicht schlafen.
Sobald mein Vater weg ist, muss ich aufstehen und Wäsche waschen, Spuren beseitigen.
Um 5 Uhr morgens ins Bad torkeln, blutige Ärmel hochziehen, zusehen wie die Schnitte wieder anfangen zu bluten, Blut ins Waschbecken tropfen lassen...
...und dann mit aufgekratzem Arm aufwachen und feststellen, dass man auf einer Rasierklinge geschlafen hat, obwohl man sich sicher ist, dass man davor noch keine hatte. Ich glaub ich werde wahnsinnig.
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