Mittwoch, August 07, 2013

Manchmal hab ich echt das Bedürfnis dir so richtig eine reinzuhauen. Meistens ohne richtigen Grund, ich würd's nur gern mal machen. Vielleicht kapierst du dann endlich, dass ich nicht der Mensch bin, den du in mir siehst.

Samstag, Juli 20, 2013

Schade, sie lebt ja doch noch

Ich bin tatsächlich noch da. Nur hab ich momentan entweder keine Zeit zum bloggen oder keine Lust weil die Scheiße eh keiner mehr liest.
Jedenfalls, die meisten denken, dass es mir momentan ganz gut geht.
Dass ich mich auf meinen Urlaub freue, die Ferien genieße, die ganz normale Teenagerscheiße eben.
Nur, dass ich in Wahrheit darauf warte, dass der Urlaub vorbei ist, damit ich schneiden kann, am liebsten nie wieder etwas essen würde, manisch jeden Tag auf die Waage steige, langsam zur Kleptomanin werde und dass, obwohl man mich und meine Freundin vor kurzem erst erwischt hat und mehr oder weniger meinen Selbstmord plane.
Der ganz normale Alltag halt, ne?
Eigentlich hatte ich ja vor irgendwie mehr zu schreiben, aber mein Kopf hat gerade komplett dicht gemacht.

Samstag, Mai 11, 2013


"Was ist den los?"
"Geh weg."
"Du kannst immer mit uns reden, wenn du Hilfe brauchst."
"Gottverdammt nochmal, verpiss dich aus meinem Zimmer."

Bin ich nicht eine wundervolle Tochter?

Sonntag, Mai 05, 2013

Achja, an alle, mit denen ich momentan nicht rede, nehmt's nicht persönlich, ich bin momentan einfach nicht wirklich in der Stimmung mich mit irgendjemandem zu unterhalten.

Erinnert sich noch jemand an die Zeit, in der ich emotional so dicht gemacht hab, dass mich alles und jeder scheißegal war? Tjaaa, genau das Mädel habt ihr wieder zurück, nett oder?
Naja, soll heißen, fast genau die Person habt ihr zurück, ich mach emotional gegenüber so ziemlich jedem dicht, gibt so eine oder zwei Ausnahmen. Die Personen die das hier noch lesen können sich vermutlich alle denken, wer die Ausnahmen sind, also passt.
Aber sonst...erwartet nicht zu viel Mitgefühl, Verständnis, Einfühlungsvermögen oder was auch immer von mir, okay? Das hab ich momentan nämlich nicht wirklich.

Freitag, Mai 03, 2013

T. seufzt. Ich kann spüren, dass sie genervt von mir ist.
"Ich verstehs einfach nicht, weißt du? Du heulst mich seit Wochen voll, dass du abnehmen willst, aber nicht kannst und jetzt nimmst du ab und du beschwerst dich wieder. Wo ist den das Problem, dass du jetzt weniger wiegst als heute morgen?"
"Dass es keinen verdammten Sinn ergibt! Ich hab vorhin was gegessen, also müsste ich schwerer sein! Heute morgen hab ich mich dünner gefühlt, sah dünner aus, ich war einfach dünner. Und so hab ich das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt. Das ich abnehme, es aber nicht wirklich erlebe."
"Du erlebst nie wie du abnimmst, Aleks. Das ist dein Problem. Du hast als lebende Leiche vor mir gesessen und geheult, dass du schon zufrieden wärst, wenn du so eine Figur hättest wie ich, obwohl du da locker 10 Kilo weniger gewogen hast als ich. Und weißt du, es tut weh dich so zu sehen. Krieg mal bitte dein Leben in den Griff oder red mit deiner Psychiaterin darüber oder was weiß ich."


Recht hat sie. So so Recht. Ich kriegs nicht mit. Aber ich hab in den letzten Wochen einfach nicht richtig abgenommen. Man sieht NICHTS. Kein Stück. Eigentlich müsste man 6 Kilo weniger doch sehen oder? Warum verfickt nochmal bin ich dann immernoch so fett?



Ach, danke für die Kommentare bei meinem vorletzten Post. Echt, ihr seid viel zu süß Leute <3

Donnerstag, Mai 02, 2013

Mittagspause, S., V. und ich laufen zu Rewe. V. hat Kippen, sie raucht, ich rauche.
"Alter, sag mal wie schnell rauchst du eigentlich?"
Ich bin mit meiner Zigarette schon fast fertig, V. hat ihre noch nichtmal zur Hälfte geraucht.
"Ich hab noch nichtmal so schnell geraucht, als ich die früher nur gepafft hab."
Ich grinse.
"Weißt du, ich zitier mal 'Eine wie Alaska': Ihr raucht um cool zu sein, ich rauche um zu sterben."


Lol, hätte nicht gedacht, dass ich diesen Satz tatsächlich mal bringen würde :D

Montag, April 29, 2013

Können mal bitte alle aufhören so schön und dünn und perfekt zu sein...das bringt mich zum weinen wisst ihr?

Montag, April 22, 2013

Ahahahaha, ich bin so ein Loser. Nichtmal wenn ich mir den Arm so aufschneide, dass ich fast an der Pulsader bin, gibts richtige Narben. Ich habs echt drauf. Nicht.

Dienstag, April 16, 2013

Also, für die, die's interessiert. Ja, ich hab versucht mich umzubringen. Aber wie ihr sehen könnt, bin ich immernoch hier. Ich war 4 Tage in der Kinderpsychiatrie bei uns in der Nähe zur Krisenintervention, nachdem ich im Krankenhaus verarztet und durch die Gegend geschickt wurde.
Aber ich lebe noch, nicht war?
Und das ist verdammt nochmal nicht selbstverständlich, wisst ihr?
Hinterher ist mir nämlich was aufgefallen. Ich bin selbst zum Krankenhaus gelaufen, nachdem ich mir an der Pulsader rumgeschnitten hab.
Das war ungefähr ein Kilometer. Einen Kilometer laufen.
Zitternd.
Blutend. So stark, dass mein kompletter Ärmel durchtränkt war, meine Hand vor Blut geglänzt hat und ich Pfützen auf den Boden getropft hab.
Weinend.
Schwankend.
Kurz vorm zusammenbrechen.
Mit Blutflecken auf der Hose und im Gesicht.
Und keiner hat mir geholfen.
Ein Autofahrer hat mich sogar noch angehupt und dumm angemacht, weil ich zu langsam über die Straße getorkelt bin.
Ich bin an einer Kirche vorbeigelaufen und irgendein scheiß Geistlicher kam da raus. Wisst ihr, ich war ein paar mal in dieser Kirche (Schulgottesdienst und so) und ich kannte den vom sehen her und er mich auch.
Nichts. Keine Frage ob's mir gut geht, ob man mir helfen kann, gar nichts.
Erwarte ich zu viel? Aber ganz ehrlich? Ich kann von mir selbst behaupten, dass ich, wenn ich eine Person so sehen würde, fragen würde, ob es ihr gut geht.
Ob ich ihr helfen kann.

Ich will gar nicht rumheulen wie scheiße unsere Geseltschaft ist, aber irgendwie beschäftigt mich das...




Sonntag, April 14, 2013

Das kleine Mädchen hüpft durch den Gang. Eigentlich müsste man hören wie ihre weißen Turnschuhe auf dem Linoleum aufkommen, aber es geht in den Gesprächen der Erwachsenen unter. Sie hüpft den Gang weiter, beschließt nur noch auf einem Bein zu hüpfen. Die Frau, bei der es sich offenbar um ihre Mutter handelt, versucht einmal nach ihr zu greifen und sie ruhig zu halten, gibt es dann aber auf und lässt sie weiterhüpfen. Sie hüpft einen großen Schritt die Reihe entlang, dann nocheinen, nocheinen, setzt zum nächsten an und...sie bleibt stehen. Bleibt stehen und starrt auf den Boden. Auf die zwei kreisrunden, dunkelroten Flecke auf dem unscheinbaren grau. Ihre Augen suchen nach der Quelle der zwei roten Punkte und finden sie schnell. Neben den roten Flecken steht ein Mädchen, ganz am Ende der Reihe und beobachtete sie. Als ihre Blicke sich trafen lächelte das Mädchen sie an, ein trauriges Lächeln, mehr entschuldigend als freundlich. Das kleine Mädchen sah der Älteren nicht lange in die Augen, zu schnell wurde sie von der Hand des anderen Mädchens abgelenkt. Sie glänzte dunkelrot. Als sie bemerkte, wo sie hinsah, drückte die Ältere ihre Hand schnell näher an ihren Körper drückte, was allerdings nicht sehr hilfreich war, durch die schnelle Bewegung löste sich ein weiterer Tropfen, der einen weiteren Kreis auf dem grauen Krankenhausboden hinterließ.
Das kleine Mädchen drehte sich um und ließ zu ihrer Mutter. Bei ihr angekommen krallte sie sich an ihren Arm und zog an ihrer Jacke. Als ihre Mutter endlich reagierte und sich herunterbeugte flüsterte sie mit Blick auf das ältere Mädchen "Mama, was hat das Mädchen da an der Hand?"
Ihre Mutter reagierte heftiger als das kleine Mädchen selbst.
"Entschuldigung! Ich glaube sie haben hier einen Notfall!"
Eine beschäftigt aussehende Krankenschwester mit blonden Haaren und Crocs kommt angelaufen, greift das Mädchen am Arm, fragt was passiert ist.

Meine Stimme klingt ruhig als ich antworte.
"Ich glaube, ich habe versucht mich umzubringen."




Mittwoch, März 27, 2013

Auf dem Boden sitzen.
Gitarre im Schoß.
Den Bass auf dem Verstärker soweit runtergedreht, dass man den Boden vibrieren spürt, wenn ich die tiefe E-Saite anschlage.
Tränen tropfen auf die schwarz glänzende Gitarre, sie glitzern auf ihr.
Die Saiten rauf und runter.
E. A. D. G. B. E.
E. B. G. D. A. E.
E-Moll.
D-Dur.
A-Moll (oder ist es A-Dur? Ich weiß es nicht.)
Blut am Arm.
Auch das tropft auf die Gitarre, vermischt sich mit den Tränen.
Hoch blicken.
Gitarre weglegen.
Stereoanlange einschalten.
Was drin ist?
Keine Ahnung, die Musik wird nicht wirklich gehört, sie wird nur am Rand wahrgenommen.
Auf das Sofa setzen.
Arme um die Knie schlingen, wie ein Embryo im Mutterleib da sitzen, Tränen über die Wangen und Blut über den Arm fließen lassen.
Alles falsch gemacht, was man hätte falsch machen können.
Nicht getan, was man hätte tun müssen.
Genau das getan, was man nicht tun darf.
Aufstehen.
Nochmal zur Stereoanlage laufen, CD-Hülle nehmen.
Rasierklinge aus ihrem Versteck nehmen.
Klinge aus der Verpackung holen, Klinge in die Haut bohren.
Arm mit 24 frischen, neuen und blutigen Schnitten betrachten.
Ein 25stes Mal schneiden.
Beginnen zu zittern.
Mit zitternden Fingern, vor Tränen verschwommener Sicht und gähnender Leere im inneren in dem Chat eintippen:
Ich bin nichts.
Ich kann nichts außer zu versagen.
Ich hab nichts verdient.
Ich hasse mich.







Kommt das jemandem bekannt vor? Nein? Schade. Die, die meinen alten Blog gekannt haben, erinnern sich vielleicht noch. Das hab ich vor etwa anderhalb Jahren gepostet. Ist doch echt super zu wissen, wie lange ich mich jetzt schon mit dem Mist herumschlage...achja und irgendwie mag ich den Text trotzdem, ist so anders von meinem jetzigen Schreibstil.

Sonntag, März 17, 2013

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.
Übermorgen gehts zur Schulpsychologin. Die soll meinen Eltern erklären, dass ich nach den Osterferien zu einem richtigen Psychologen will. Und ich denke ich werd auch meinen Eltern erklären, was sich trotzdem nicht ändern soll. 
Ich will nicht wie eine verdammte Porzellanpuppe behandelt werden, das hat letztes Mal alles nur noch schlimmer gemacht. Ich will auch nicht, dass meine Eltern sich irgendeine dumme Ausrede für meinen Zustand suchen. Das Internet ist kein Grund um depressiv zu sein/werden und es geht mir auch nicht schlecht, weil ich auf irgendwelchen Internetseiten war. Und ich lasse mich auch nicht von irgendwelchen meiner Freunde irgendwie beeinflussen, gottverdammte Scheiße, könnt ihr nicht einfach verstehen, dass ihr als Eltern einfach nur versagt habt?! Vielleicht ist eure kleine, perfekte Tochter nicht mehr so perfekt, weil sie permanent gesagt bekommt, was sie falsch macht? Weil sie sich anhören muss, dass man es gewohnt wäre, dass bei ihr alles scheiße läuft?
Ich will nicht, dass alle nett zu mir sind. Ich will nur keine Treffer unter der Gürtelline, das mache ich immerhin auch nicht.
Ich werde mich nicht auf die Waage stellen lassen, ich werde niemandem regelmäßig meine Arme zeigen, ich werde nicht mein Zimmer durchsuchen lassen. Ich werde meine verfickte Privatsphäre behalten, mir scheißegal, ob euch das in den Kram passt oder nicht. 
Wisst ihr, eigentlich will ich doch nur akzeptiert werden. Akzeptiert, mit meinen Narben und ab und zu auch mit neuen Schnitten. Auch dann akzeptiert, wenn ich nicht sagen will, warum es mir scheiße geht, zumindest nicht euch. Ich werde euch nicht von meinen Problemen erzählen. Ich werde euch auch nichts von meinen Gesprächen mit irgendwelchen Psychoheinis erzählen.
Ich schätze mal ich verlange viel, aber ihr verlangt jetzt seit 15 Jahren von mir, dass ich alles geben soll, was ich habe und das war ZU viel, also finde ich, dass das mehr als fair ist.


Ist es fair?

Mittwoch, März 13, 2013

Klingen

Klingen.
Seit mittlerweile fast zwei Jahren sind sie für mich mehr als die Lösung für glatte Beine.
Sie sind meine Lösung fürs Leben.
Ich hab mir schon so oft Klingen besorgt.
Ich weiß sogar wie oft.
7-mal gekauft, 2-mal geklaut, 1-mal geliehen, 3-mal für andere besorgt (jaja, ich bin ein schlechter Mensch, weiß ich auch so.), 4-mal Klingen geteilt.
Das macht zusammen 57 Rasierklingen.
Davon hab ich 7 Stück verloren (haha, bin ich nicht schlau?) 11 Stück wurden mir abgenommen (3 von meinen Eltern, der Rest von verschiedenen Freunden), 12 Stück abgegeben (schlechter Mensch, blah, interessiert mich immernoch nicht was ihr von mir denkt.) 4 Stück wurden mir geklaut und 5 Stück habe ich selbst weggeworfen, weil ich aufhören wollte und so. Die anderen habe ich entsorgt, weil sie stumpf geworden sind.
Schon ein verdammter Witz oder? Ich habe nur 5 Klingen weggeworfen, weil ich es wirklich beenden wollte.
Und das ganz tolle ist, das 7. Mal, dass ich Klingen gekauft hab, ist etwa eine halbe Stunde her.

Dienstag, März 05, 2013

Identitätskrise

Ich schaffs nicht mehr. 
Ich schaff kein Gymnasium.
Mit nem Realabschluss lande ich auf der Straße.
Ich heule.
In meiner Schublade liegt ein Cutter ich will ich will ich will ich will
"Wenn du nicht so faul wärst, dann könntest du auch dein Abi machen..."
Zu suizidal um zu funktionieren.
Ich hab ne Panikattacke.
Ich kann nicht atmen.
Ich hab Zukunftsängste.
Ich hasse meinen Körper.
Ich mir heute Nacht im Schlaf irgendwie nen Bluterguss geholt.
Ich hab Angst zu schlafen, weil mir mein Albtraum sogar im Wachzustand so große Angst macht.
Ich zittere.
Meine Lehrer nehmen mich nicht ernst.
Ich bin zu dumm fürs Abi.
Wenn ich heute nocheinmal so tun muss, als ginge es mir gut, dann schreie ich.
Ich will keine Schule wechseln (ich will gar keine Schule, ich will das der nächstbeste Zug mich überfährt)
Meine Beine sind fett.
Wenn ich noch öfter gegen meine Wand schlage, dann bluten meine Fingerknöchel.
ICH WILL HIER RAUS VERDAMMT NOCHMAL


Montag, Februar 25, 2013

Es kotzt mich so an, wenn Leute die keine Depressionen haben, anfangen mit mir über psychische Probleme zu reden und mir nicht glauben wollen, wenn ich etwas sage. Ich würde so gerne einfach sagen, dass ich weiß wovon ich rede, aber dann würden Leute fragen stellen. Es kotzt mich einfach nur an. Seit wann ist jeder gottverdammte Mensch zu einem möchtegern Psychologen geworden, der glaubt eine Ahnung von irgendwas zu haben? Der glaubt, man könnte Essstörungen daran messen, wie stark untergewichtig jemand ist. Der glaubt, dass depressive Menschen traurig aussehen.
Ich sehe nicht traurig aus. Ich bin nicht (mehr) stark untergewichtig und auch meine Schnitte sind schon längst verheilt.
Macht mich das weniger krank? Weniger depressiv? Weniger essgestört? Weniger suizidal?
Ich glaube nicht.

Dienstag, Februar 19, 2013

"Rasierklingen. Du brauchst wieder Rasierklingen. Dann könntest du dich schneiden. Schön tief.
Stell es dir doch mal vor, ein Schnitt quer am Puls entlang und dann einen längs vom Handgelenk bis zur Armbeuge. Ein wunderbares 'T' klingt doch gut oder? Und dasgleiche am anderen Arm. Und dann schön hinlegen und verbluten. Nein, am besten in der Badewanne zurücklehnen. Zusehen wie das Wasser sich langsam immer röter färbt. Ein Glas Rotwein davor, das weitet die Blutgefäße.
Moment baden? Nein, angezogen in die Badewanne. Stell es dir doch mal vor, ein blütenweißes Kleid und blutverschmierte Arme, das wäre so schön. Oder vor den Zug springen. Ein letzter Sprung und dann ist man weg..." 

Und bei solchen Gedankengängen wundert sich irgendwer, dass ich in der Schule nicht aufpasse?

Samstag, Februar 09, 2013

Ich will meine gottverdammten 48 Kilo wieder.
Und ich werde sie wieder haben und wenn ich dafür jede Nacht und jedes Wochenende Sport machen muss, bis ich umkippe und ich nach jedem Essen kotzen gehe. Ich werde im Sommer wieder eine Bikinifigur haben wenn nicht, dann gehe ich nicht raus.

Freitag, Februar 08, 2013

Momentan bin ich von Wörten umgeben.
Wörter, die mir so gar nicht passen.
Beständigkeit. Kontrolle. Disziplin. Respekt.
Im Ernst, da gefällt mir ja sogar Yolo besser.
Ich will nichts was beständig ist, vorallem, was ist den bitteschön beständig?
Meine ach so tollen Freunde? Meine möchtegern perfekte Familie oder meine Leistungen? Nichts ist beständig, war es nie, wird es nie sein.
Kontrolle. Igitt, wird ja immer schlimmer. Kontrolle ist doch eigentlich nichts anderes als ein beschönigendes Wort für Käfig. Eingesperrt sein. Unfreiheit.
Disziplin. Wozu diszipliniert sein? Um nicht aus der Reihe zu tanzen?
Mir wurde heute von meinen Eltern vorgeworfen, dass ich undiszipliniert bin, weil ich wie ne Kippenschachtel stinke (und? Mein Gott, hab ich halt eine geraucht, ich würds wieder tun, ich wollte ne Kippe - ich hab ne Kippe gekriegt, ende der Geschichte.). Ich will nicht diszipliniert sein. Ich will frei sein. Frei zu tun wozu ich Lust hab. Wenn ich eine rauchen will, dann will ich eine rauchen, wenn ich jemandem meine Meinung sagen will, dann will ich das tun können ohne sofort das Miststück für alle zu sein.
Respekt.
Ich hasse dieses Wort. Ich meine, wieso sollte ich jemanden respektieren, der in meinen Augen weder ein guter Mensch ist und noch dazu noch nie im Leben irgendwas relavantes geleistet hat?
Ich habs schonmal gesagt, wer meinen Respekt will, der soll ihn sich verfickt nochmal verdienen und daran hat sich nichts geändert.
Zu viele Menschen die meinen Lebensstil scheiße finden, meinen Charakter, meine Einstellung zum Leben, aber wisst ihr was?
Das geht mir alles mehr als nur am Arsch vorbei, ist immernoch mein Leben und nicht euers. 

Donnerstag, Februar 07, 2013

Antidepressiva

Ich will eigentlich gar nicht näher erklären wie ich auf das Thema komme, sagen wir einfach mal, dass ich zu viele Leute kenne, die das Zeug schlucken und mir das Thema seit ner Weile im Kopf rumspukt.
Also meine Meinung zu dem Zeug, im Prinzip nicht blöd, aber definitiv nichts für mich.
Nicht weil es mir nicht scheiße genug gehen würde, ich würde sagen, da reicht das schon aus.
Ich würde es nicht nehmen, weil ich Angst davor habe.
Angst vor Kontrollverlust. Das klingt jetzt wahrscheinlich total bekloppt, aber ich will einfach nicht, dass meine Zufriedenheit von einem Haufen Pillen abhängt. Ich will mich nicht fragen müssen, ob es mir wirklich gut geht oder nur deswegen gut, weil ich ne hübsche Dosis von irgendwelchem Zeug im Blut hab.
So blöd es klingt, aber geht es mir lieber scheiße. Richtig scheiße. Da hab ich lieber Heulkrämpfe und schneide, aber wenigstens bin ich echt, versteht ihr?
Wenn nicht, scheiß drauf, hab ich auch nicht erwartet.

Mittwoch, Januar 30, 2013

"Aber auf der anderen Seite liebe ich meine Geheimnisse und brauche sie sogar. Und ich bin eher dazu bereit jemanden anzulügen (auch die, die ich liebe und denen ich vertraue) als es preiszugeben.
Und ich bin unfassbar empfindlich, wenn es darum geht jemandem etwas anzuvertrauen, vorallem, wenn die Person es dann weitererzählt. Ich traue keinen Psychologen und Ärzten schon gar nicht.

Natürlich liebe ich die Person immernoch, auch wenn sie etwas weitererzählt, wie könnte ich auch anders, aber ich glaube nicht, dass ich ihr dann je weiter so leichtfertig etwas erzählen kann."
    - Recht alter Text von mir

Passt momentan ganz gut...der war in meinem alten Kritzelheftchen drin. Naja, nicht dem GANZ alten, das haben ja meine Eltern gefunden und mir weggenommen (ich hasse sie, ich hasse sie, ich hasse sie) also eigentlich Kritzelheftchen 2.0
Ich hab mir ja momentan wieder mal ein neues angeschafft, dachte vielleichts bringts ja was.

Freitag, Januar 18, 2013

Wenn es Spaß macht, machst du es nicht richtig, tut es weh, dann ist es perfekt.

Hab ich letztens irgendwo gelesen, es ging um das Thema Sport...ist es schräg, dass ich das extrem motivierend finde?

Mittwoch, Januar 16, 2013

Ich will doch nur normal sein, warum geht das nicht?
Achja, stimmt. Weil ich dumm bin. Und nicht in der Lage irgendwas richtig zu machen.
Ich kann nicht aufhören meinen Körper permanent zu hassen. Ich kann nicht aufhören zitternd auf Träumen aufzuwachen und in mein beschissenes Kissen zu heulen, weil ich Angst vor so ziemlich allem habe.
Ich habe gesagt, dass ich aufhöre und das tue ich auch. Ich höre auf zu schneiden.
Das ist ja auch einfach. Hahahaha, Lügnerin.
Das ist am einfachsten. Ich will eigentlich schon lange nicht mehr schneiden und hab es eigentlich auch das letzte Mal vor 2 Monaten gemacht...aber ich will nicht essen. Ich will nicht aufhören nachts so lange Sport zu machen, bis ich nicht mehr aufhören kann zu zittern und die ganze Nacht wach liegen, weil mein Bauch wehtut.
Warum verdammt nochmal, will ich das?!
Zum zweiten Mal: Weil ich dumm bin. Dumm und undankbar und egoistisch.
Und eifersüchtig.
Verdammt, das ist doch nicht normal, ich sollte nicht auf sie eifersüchtig sein, das ist nicht fair.
Himmel herrgott nochmal, eben gings mir noch gut, das kann doch nicht sein...Verdammt.
Ich kann gar nichts.
Ich hab keine Praktikumsplatz und muss Freitag diesen scheiß Zettel abgeben, ich kann nicht essen, aber auch nicht schlank bleiben (ich nehme zu, obwohl ich heute den zweiten Tag nichts gegessen habe), ich bin von allem angepisst...
Aber wisst ihr, was das dümmste dabei ist?
Das absolut jeder denkt, es geht mir gut.
Ich erzähle sogar meiner Freundin, dass es mir besser geht. Ich will sie nicht belasten...ich liebe sie, das kann ich nicht bringen.
Das Lächeln sitzt perfekt. Das einzige, was andere mitbekommen ist mein Magenknurren.
Hoffen wir mal, dass ich noch ein bisschen schauspielern kann...

(Sorry für die ganze Emotionskotze)
PS: Ich hab den Brief für meine Eltern nicht gepostet, weil mir hinterher aufgefallen ist, wie gelogen das alles ist...ich werde mir für den Sommer Camouflage Make-Up besorgen und die schnitte überschminken, ich will ihnen nicht auch noch Probleme machen...


Freitag, Januar 04, 2013

Es ist Sommer, die Sonnenstrahlen lassen meine Haare fast schon gelblich aussehen.
Genervt streiche ich sie hinter mein Ohr und greife nach der Hand der Person neben mir.
Ich weiß nicht genau wer sie ist, ich weiß nur, dass sie mir wichtig ist.
„Komm.“
Sie zieht mich mit sich, wir laufen auf eine alte S-Bahn Station zu.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass irgendwas an ihr komisch ist, aber die Person bei mir, wer immer sie ist, beruhigt mich.
Die S-Bahn Station erinnert mich an ein großes Fischmaul, ein breites Oval, dass aus dem Boden aufragt, bedrohlich, merkwürdig und unbekannt.
Die Rolltreppe nach unten funktioniert nicht, also ziehe ich meine Begleitung zu der Rolltreppe, die nach oben führt und wir holpern sie runter. Unten gekommen küsse ich meine Begleitung auf die Wange. Sie lacht.
Die S-Bahn Station sieht von innen genauso schlimm aus wie von außen.
Sie Wände sind schmutzig grau, an ein paar Stellen sind braunrote Flecken, über die ich am liebsten gar nicht genauer nachdenken will.
Außer einer älteren Frau ist niemand da, irgendwie wirkt alles wahnsinnig beklemmend.
Nach einer Weile fällt mir auf, was genau nicht stimmt.
Es ist zu leer. Keine Fahrpläne, keine Sitzbänke, keine Mülleimer, nichts, es wirkt wie ein riesiger, leerer Gang der ins Nichts führt. Außerdem gibt es keinen zweiten Ausgang, wie es normalerweise bei unterirdischen S-Bahn Stationen ist.
Es ist immer noch kein Zug da, die alte Frau sieht nervös auf ihre Uhr und blick dann auf die einzige, dreckig, beschlagene Anzeigetafel. Doch sie ist leer, es steht nur weiß auf dem dunkelblauen Bildschirm das Wort TRAIN.
Ich sehe meine Begleitung an, sie wirkt besorgt.
„Können wir bitte gehen?“
Meine Stimme klingt merkwürdig, höher als sonst, aber nicht ängstlich.
Sie nickt.
Gerade als wir gehen wollen kommt aus irgendeinem Lautsprecher, den ich nirgendwo entdecken kann, ein hoher, schriller Signalton, dann die ruhige, monotone Frauenstimme, die jeder von irgendwelchen Ansagen kennt.
„Bitte verlassen sie umgehend sie S-Bahn Station. Ich wiederhole mich, wenn sie nicht sterben wollen, dann verlassen sie diese S-Bahn Station und zwar sofort.“
Ich verstehe zwar nicht wirklich was passiert, aber ich greife wieder nach der Hand meiner Begleitung und wir rennen. Rennen die Rolltreppe hoch, sie strauchelt, aber ich ziehe sie weiter.
Vor der normalen Treppe, von der schwören könnte, dass sie davor noch nicht da war, steht ein junger Mann.
Er grinst, zieht eine Schusswaffe von irgendwoher und beginnt irgendetwas herumzuschreien.
Ich verstehe nicht viel, aber die Dinge, die ich verstehe machen mich wahnsinnig panisch.
In der S-Bahn Station höre ich die alte Frau schreien und der Mann beginnt zu feuern.
Mir schießt gerade durch den Kopf, dass es jetzt wohl noch mehr rotbraune Flecken an den Wänden der Station geben wird, als mich ein wahnsinniger Schmerz im Rücken trifft, ich stolpere, höre noch, wie die Person neben mir meinen Namen ruft, dann falle ich und alles wird schwarz.


Man...und ich dachte im neuen Jahr hört das endlich auf mit den Albträumen...jedenfalls hab ich jetzt definitiv keine Lust zu schlafen...also dann, sweet Dreams...oder in meinem Falle eben nicht.