Mittwoch, Januar 30, 2013

"Aber auf der anderen Seite liebe ich meine Geheimnisse und brauche sie sogar. Und ich bin eher dazu bereit jemanden anzulügen (auch die, die ich liebe und denen ich vertraue) als es preiszugeben.
Und ich bin unfassbar empfindlich, wenn es darum geht jemandem etwas anzuvertrauen, vorallem, wenn die Person es dann weitererzählt. Ich traue keinen Psychologen und Ärzten schon gar nicht.

Natürlich liebe ich die Person immernoch, auch wenn sie etwas weitererzählt, wie könnte ich auch anders, aber ich glaube nicht, dass ich ihr dann je weiter so leichtfertig etwas erzählen kann."
    - Recht alter Text von mir

Passt momentan ganz gut...der war in meinem alten Kritzelheftchen drin. Naja, nicht dem GANZ alten, das haben ja meine Eltern gefunden und mir weggenommen (ich hasse sie, ich hasse sie, ich hasse sie) also eigentlich Kritzelheftchen 2.0
Ich hab mir ja momentan wieder mal ein neues angeschafft, dachte vielleichts bringts ja was.

Freitag, Januar 18, 2013

Wenn es Spaß macht, machst du es nicht richtig, tut es weh, dann ist es perfekt.

Hab ich letztens irgendwo gelesen, es ging um das Thema Sport...ist es schräg, dass ich das extrem motivierend finde?

Mittwoch, Januar 16, 2013

Ich will doch nur normal sein, warum geht das nicht?
Achja, stimmt. Weil ich dumm bin. Und nicht in der Lage irgendwas richtig zu machen.
Ich kann nicht aufhören meinen Körper permanent zu hassen. Ich kann nicht aufhören zitternd auf Träumen aufzuwachen und in mein beschissenes Kissen zu heulen, weil ich Angst vor so ziemlich allem habe.
Ich habe gesagt, dass ich aufhöre und das tue ich auch. Ich höre auf zu schneiden.
Das ist ja auch einfach. Hahahaha, Lügnerin.
Das ist am einfachsten. Ich will eigentlich schon lange nicht mehr schneiden und hab es eigentlich auch das letzte Mal vor 2 Monaten gemacht...aber ich will nicht essen. Ich will nicht aufhören nachts so lange Sport zu machen, bis ich nicht mehr aufhören kann zu zittern und die ganze Nacht wach liegen, weil mein Bauch wehtut.
Warum verdammt nochmal, will ich das?!
Zum zweiten Mal: Weil ich dumm bin. Dumm und undankbar und egoistisch.
Und eifersüchtig.
Verdammt, das ist doch nicht normal, ich sollte nicht auf sie eifersüchtig sein, das ist nicht fair.
Himmel herrgott nochmal, eben gings mir noch gut, das kann doch nicht sein...Verdammt.
Ich kann gar nichts.
Ich hab keine Praktikumsplatz und muss Freitag diesen scheiß Zettel abgeben, ich kann nicht essen, aber auch nicht schlank bleiben (ich nehme zu, obwohl ich heute den zweiten Tag nichts gegessen habe), ich bin von allem angepisst...
Aber wisst ihr, was das dümmste dabei ist?
Das absolut jeder denkt, es geht mir gut.
Ich erzähle sogar meiner Freundin, dass es mir besser geht. Ich will sie nicht belasten...ich liebe sie, das kann ich nicht bringen.
Das Lächeln sitzt perfekt. Das einzige, was andere mitbekommen ist mein Magenknurren.
Hoffen wir mal, dass ich noch ein bisschen schauspielern kann...

(Sorry für die ganze Emotionskotze)
PS: Ich hab den Brief für meine Eltern nicht gepostet, weil mir hinterher aufgefallen ist, wie gelogen das alles ist...ich werde mir für den Sommer Camouflage Make-Up besorgen und die schnitte überschminken, ich will ihnen nicht auch noch Probleme machen...


Freitag, Januar 04, 2013

Es ist Sommer, die Sonnenstrahlen lassen meine Haare fast schon gelblich aussehen.
Genervt streiche ich sie hinter mein Ohr und greife nach der Hand der Person neben mir.
Ich weiß nicht genau wer sie ist, ich weiß nur, dass sie mir wichtig ist.
„Komm.“
Sie zieht mich mit sich, wir laufen auf eine alte S-Bahn Station zu.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass irgendwas an ihr komisch ist, aber die Person bei mir, wer immer sie ist, beruhigt mich.
Die S-Bahn Station erinnert mich an ein großes Fischmaul, ein breites Oval, dass aus dem Boden aufragt, bedrohlich, merkwürdig und unbekannt.
Die Rolltreppe nach unten funktioniert nicht, also ziehe ich meine Begleitung zu der Rolltreppe, die nach oben führt und wir holpern sie runter. Unten gekommen küsse ich meine Begleitung auf die Wange. Sie lacht.
Die S-Bahn Station sieht von innen genauso schlimm aus wie von außen.
Sie Wände sind schmutzig grau, an ein paar Stellen sind braunrote Flecken, über die ich am liebsten gar nicht genauer nachdenken will.
Außer einer älteren Frau ist niemand da, irgendwie wirkt alles wahnsinnig beklemmend.
Nach einer Weile fällt mir auf, was genau nicht stimmt.
Es ist zu leer. Keine Fahrpläne, keine Sitzbänke, keine Mülleimer, nichts, es wirkt wie ein riesiger, leerer Gang der ins Nichts führt. Außerdem gibt es keinen zweiten Ausgang, wie es normalerweise bei unterirdischen S-Bahn Stationen ist.
Es ist immer noch kein Zug da, die alte Frau sieht nervös auf ihre Uhr und blick dann auf die einzige, dreckig, beschlagene Anzeigetafel. Doch sie ist leer, es steht nur weiß auf dem dunkelblauen Bildschirm das Wort TRAIN.
Ich sehe meine Begleitung an, sie wirkt besorgt.
„Können wir bitte gehen?“
Meine Stimme klingt merkwürdig, höher als sonst, aber nicht ängstlich.
Sie nickt.
Gerade als wir gehen wollen kommt aus irgendeinem Lautsprecher, den ich nirgendwo entdecken kann, ein hoher, schriller Signalton, dann die ruhige, monotone Frauenstimme, die jeder von irgendwelchen Ansagen kennt.
„Bitte verlassen sie umgehend sie S-Bahn Station. Ich wiederhole mich, wenn sie nicht sterben wollen, dann verlassen sie diese S-Bahn Station und zwar sofort.“
Ich verstehe zwar nicht wirklich was passiert, aber ich greife wieder nach der Hand meiner Begleitung und wir rennen. Rennen die Rolltreppe hoch, sie strauchelt, aber ich ziehe sie weiter.
Vor der normalen Treppe, von der schwören könnte, dass sie davor noch nicht da war, steht ein junger Mann.
Er grinst, zieht eine Schusswaffe von irgendwoher und beginnt irgendetwas herumzuschreien.
Ich verstehe nicht viel, aber die Dinge, die ich verstehe machen mich wahnsinnig panisch.
In der S-Bahn Station höre ich die alte Frau schreien und der Mann beginnt zu feuern.
Mir schießt gerade durch den Kopf, dass es jetzt wohl noch mehr rotbraune Flecken an den Wänden der Station geben wird, als mich ein wahnsinniger Schmerz im Rücken trifft, ich stolpere, höre noch, wie die Person neben mir meinen Namen ruft, dann falle ich und alles wird schwarz.


Man...und ich dachte im neuen Jahr hört das endlich auf mit den Albträumen...jedenfalls hab ich jetzt definitiv keine Lust zu schlafen...also dann, sweet Dreams...oder in meinem Falle eben nicht.