Mittwoch, März 27, 2013

Auf dem Boden sitzen.
Gitarre im Schoß.
Den Bass auf dem Verstärker soweit runtergedreht, dass man den Boden vibrieren spürt, wenn ich die tiefe E-Saite anschlage.
Tränen tropfen auf die schwarz glänzende Gitarre, sie glitzern auf ihr.
Die Saiten rauf und runter.
E. A. D. G. B. E.
E. B. G. D. A. E.
E-Moll.
D-Dur.
A-Moll (oder ist es A-Dur? Ich weiß es nicht.)
Blut am Arm.
Auch das tropft auf die Gitarre, vermischt sich mit den Tränen.
Hoch blicken.
Gitarre weglegen.
Stereoanlange einschalten.
Was drin ist?
Keine Ahnung, die Musik wird nicht wirklich gehört, sie wird nur am Rand wahrgenommen.
Auf das Sofa setzen.
Arme um die Knie schlingen, wie ein Embryo im Mutterleib da sitzen, Tränen über die Wangen und Blut über den Arm fließen lassen.
Alles falsch gemacht, was man hätte falsch machen können.
Nicht getan, was man hätte tun müssen.
Genau das getan, was man nicht tun darf.
Aufstehen.
Nochmal zur Stereoanlage laufen, CD-Hülle nehmen.
Rasierklinge aus ihrem Versteck nehmen.
Klinge aus der Verpackung holen, Klinge in die Haut bohren.
Arm mit 24 frischen, neuen und blutigen Schnitten betrachten.
Ein 25stes Mal schneiden.
Beginnen zu zittern.
Mit zitternden Fingern, vor Tränen verschwommener Sicht und gähnender Leere im inneren in dem Chat eintippen:
Ich bin nichts.
Ich kann nichts außer zu versagen.
Ich hab nichts verdient.
Ich hasse mich.







Kommt das jemandem bekannt vor? Nein? Schade. Die, die meinen alten Blog gekannt haben, erinnern sich vielleicht noch. Das hab ich vor etwa anderhalb Jahren gepostet. Ist doch echt super zu wissen, wie lange ich mich jetzt schon mit dem Mist herumschlage...achja und irgendwie mag ich den Text trotzdem, ist so anders von meinem jetzigen Schreibstil.

1 Kommentar:

  1. Ich kenne deinen alten Blog ja...

    Ich kann mich dunkel an den Text erinnern, das schon. Mir gehts ja selbst genauso...

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