Dienstag, April 16, 2013

Also, für die, die's interessiert. Ja, ich hab versucht mich umzubringen. Aber wie ihr sehen könnt, bin ich immernoch hier. Ich war 4 Tage in der Kinderpsychiatrie bei uns in der Nähe zur Krisenintervention, nachdem ich im Krankenhaus verarztet und durch die Gegend geschickt wurde.
Aber ich lebe noch, nicht war?
Und das ist verdammt nochmal nicht selbstverständlich, wisst ihr?
Hinterher ist mir nämlich was aufgefallen. Ich bin selbst zum Krankenhaus gelaufen, nachdem ich mir an der Pulsader rumgeschnitten hab.
Das war ungefähr ein Kilometer. Einen Kilometer laufen.
Zitternd.
Blutend. So stark, dass mein kompletter Ärmel durchtränkt war, meine Hand vor Blut geglänzt hat und ich Pfützen auf den Boden getropft hab.
Weinend.
Schwankend.
Kurz vorm zusammenbrechen.
Mit Blutflecken auf der Hose und im Gesicht.
Und keiner hat mir geholfen.
Ein Autofahrer hat mich sogar noch angehupt und dumm angemacht, weil ich zu langsam über die Straße getorkelt bin.
Ich bin an einer Kirche vorbeigelaufen und irgendein scheiß Geistlicher kam da raus. Wisst ihr, ich war ein paar mal in dieser Kirche (Schulgottesdienst und so) und ich kannte den vom sehen her und er mich auch.
Nichts. Keine Frage ob's mir gut geht, ob man mir helfen kann, gar nichts.
Erwarte ich zu viel? Aber ganz ehrlich? Ich kann von mir selbst behaupten, dass ich, wenn ich eine Person so sehen würde, fragen würde, ob es ihr gut geht.
Ob ich ihr helfen kann.

Ich will gar nicht rumheulen wie scheiße unsere Geseltschaft ist, aber irgendwie beschäftigt mich das...




1 Kommentar:

  1. Das ist gruselig.

    Aber so ist das heutzutage.

    Niemand hilft niemandem.

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